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Sind Microgreens wirklich so gesund? Was die Forschung sagt

  • Autorenbild: Max Plöger
    Max Plöger
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Microgreens gelten als Superfood. Aber was steckt wirklich dahinter? Sind diese kleinen Pflanzentriebe tatsächlich so nährstoffreich wie behauptet – oder ist das vor allem Marketing? Wir schauen uns an, was Wissenschaft und Forschung dazu sagen.

Was die Forschung zeigt

Eine häufig zitierte Studie der University of Maryland (2012) untersuchte 25 verschiedene Microgreen-Sorten und fand heraus, dass viele von ihnen erheblich höhere Nährstoffgehalte aufwiesen als das ausgewachsene Gemüse der gleichen Pflanze. Vitamin C, Vitamin E, Vitamin K und Beta-Carotin lagen zum Teil deutlich über den Werten reifer Pflanzen – bei einzelnen Sorten um ein Vielfaches.

Vitamine und Mineralien im Fokus

Besonders interessant: Rote-Kohl-Microgreens enthielten in der Studie bis zu 6-fach mehr Vitamin C und 40-fach mehr Vitamin E als ausgewachsener Rotkohl. Kresse-Microgreens punkten mit hohem Vitamin C, Eisen und Kalzium. Diese Werte sind nicht zu vernachlässigen – gerade wenn man täglich kleine Mengen zu sich nimmt und diese konsequent in die Ernährung integriert.

Bioverfügbarkeit: Was der Körper aufnimmt

Nährstoffgehalte allein sagen noch nicht alles. Entscheidend ist, wie gut der Körper diese Nährstoffe aufnehmen kann. Microgreens bieten hier einen Vorteil: Sie werden meist roh gegessen, was hitzeempändliche Vitamine wie Vitamin C erhält. Gleichzeitig sind die Zellwände junger Pflanzentriebe zarter und leichter aufzuschließen als bei ausgewachsenem Gemüse.

Antientzündliche Eigenschaften

Viele Microgreens enthalten Polyphenole und andere sekundäre Pflanzenstoffe, die antientzündliche Wirkungen haben können. Kresse und Radieschen-Microgreens beispielsweise enthalten Glucosinolate, die in der Forschung mit positiven Gesundheitseffekten in Verbindung gebracht werden. Diese Stoffe entstehen natürlicherweise als Abwehrmechanismus der Pflanze.

Realistische Erwartungen

Microgreens sind kein Wundermittel. Sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung und sind keine Medizin. Aber als tägliche Ergänzung zu Salaten, Suppen, Eiern oder Brot liefern sie echte Nährstoffe in kompakter Form – und das völlig ohne Aufwand.

Der praktische Alltag zählt

Die gesündeste Zutat ist die, die man wirklich isst. Microgreens sind einfach zu verwenden, brauchen keine Vorbereitung und machen jede Mahlzeit ein Stück besser. Wer wöchentlich frische Microgreens zur Hand hat – zum Beispiel durch eine Wochenbox – integriert sie ganz selbstverständlich in den Alltag. Frische, die im Alltag funktioniert.

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